KI als Chance: Circular AI Hub beim KONGRESS BW
23.10.2026
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Erfolgreicher Start für unsere neue Reihe, den Circular AI Hub Roundtable. Auf dem KONGRESS BW wurde diskutiert, wie Künstliche Intelligenz die Circular Economy voranbringen kann und welchen Nutzen Unternehmen daraus ziehen.
Zum 15. KONGRESS BW trafen sich am 21. und 22. Oktober 2026 Akteur*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik im Heidelberg Congress Center. Zwei Tage lang standen Lösungen und Praxisbeispiele zu Ressourceneffizienz, Kreislaufwirtschaft und nachhaltiger Transformation im Mittelpunkt.
Roundtable: KI als Werkzeug für die Kreislaufwirtschaft
Am 21. Oktober luden wir zu unserem ersten Circular AI Hub Roundtable mit dem Titel „Wie treibt Künstliche Intelligenz die Circular Economy voran und wie profitiert die Industrie?" ein. Mit Johannes Fischer vom Circular AI Hub diskutierten Barbara Engels, Senior Economist für nachhaltige Digitalisierung und KI beim Institut der deutschen Wirtschaft, Thomas Kappe vom Bundesumweltministerium und Jury Flickenschild, BDI-Initiative Circular Economy. Es ging um die Frage, wie KI dabei helfen kann, Materialien länger im Kreislauf zu halten, Ressourcen zu schonen und Produkte über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg sinnvoll zu nutzen. Dabei kamen sowohl Chancen als auch Herausforderungen zur Sprache.
Unterschiedliche Perspektiven an einem Tisch
Die Runde brachte Sichtweisen aus Wissenschaft, Politik und Industrie zusammen. So wurde deutlich, welche Voraussetzungen Unternehmen brauchen, um KI für die Kreislaufwirtschaft einzusetzen, und welche Rahmenbedingungen die Politik dafür schaffen kann. Jury Flickenschild zufolge bietet Circular Economy große Geschäftschancen. Laut einer Studie des BDI kann die jährliche zirkuläre Bruttowertschöpfung bis 2045 von derzeit rund 60 Mrd. Euro auf bis zu 125 Mrd. Euro steigen. Kumuliert entspricht dies einem zusätzlichen wirtschaftlichen Potenzial von bis zu 880 Mrd. Euro.
Für Johannes Fischer sind KI und Digitalisierung bei dieser Entwicklung ein wichtiger Hebel. Initiativen wie der Circular AI Hub bieten Unternehmen ideale Unterstützungsformate. Das Bundesumweltministerium entwickelt diese und andere Förder- und Unterstützungsinstrumente für Unternehmen kontinuierlich weiter, so Thomas Kappe. Dabei gehe es besonders um die richtige Skalierung. Barbara Engels betonte: „KI kann Kreislaufpotenziale nur heben, wenn Unternehmen sie strategisch statt oberflächlich einsetzen – jetzt geht es darum, konkrete Anwendungsfälle sichtbar zu machen und Unternehmen zu befähigen, sie in die Praxis zu bringen.“
Zwei Tage Austausch zur industriellen Transformation
Der KONGRESS BW bot mit Plenen, Foren, Workshops und einer Fachausstellung ein vielseitiges Programm. Themen waren unter anderem industrielle Transformation, Ressourceneffizienz, Kreislaufwirtschaft, Resilienz und klimaneutrale Produktion. Diskutiert wurde etwa über resiliente Lieferketten, zirkuläre Geschäftsmodelle und die Frage, wie sich Fortschritte in der Kreislaufwirtschaft messen lassen. Unternehmen, Start-ups und Forschungseinrichtungen stellten ihre Lösungen für nachhaltiges Wirtschaften vor. Für uns war der Kongress ein passender Ort, um mit Entscheider*innen und Fachpublikum ins Gespräch zu kommen, die Kreislaufwirtschaft in ihren Betrieben konkret umsetzen wollen.